Kategorien-Archiv: Kräuter

BIOLOGISCHER PFLANZENSCHUTZ – TEIL III

Herba Absinthii / Wermut-Kraut

Erdraupen, genannt Kohl- oder Salatraupen und die Raupen des Kohlweisslings hinterlassen grosse Frassschäden an allen Kohlarten. Die Erdraupen rollen sich am Tag unter der Wirtspflanze zusammen und fressen sich nachts satt. Von Mai bis August ist die Flugzeit des Kohlweisslings, während der sie ihre Eier an den Blattunterseiten deponieren. Fleissiges Spritzen von Wermuth-Tee über die Blätter und in kleinen Mengen an Salaten rund um den Wurzelhals  gegossen, tötet die Raupen ab und kann zu guten Resultaten führen.

So wirds gemacht: 1 Handvoll Wermut-Kraut mit siedendem Wasser übergiessen und 3 Minuten ziehen lassen. Abseihen und den Auszug in eine 1,5l PET-Flasche giessen. 3x die Woche die ganzen Pflanzen und dort wo nötig die Wurzelhälse mit  3% Wermut-Tee im Wasser übergiessen.

Dixa Kräuter für Tiere

Unsere sorgfältig hergestellten Kräutermischungen für Tiere sind aktueller denn je. Schon in kleinen Mengen dem täglichen Futter zugesetzt, unterstützen unsere Dixa Kräuter die Abwehrkräfte, die Verdauung und die allgemeine Vitalität des Tieres. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung muss reduziert werden und als Alternative und Prophylaxe wird auf altbewährtes, nämlich die von vielen Anwendern bestätigte Wirkung von Kräutern zurückgegriffen.

Auserlesene Kräuter wie Wacholder, Brennnessel, Kamille, Kümmel, Fenchel, Bockshornklee und Süssholz werden ohne Zusatz von künstlichen Aromen und Konservierungsstoffen gemischt. Schon in kleinen Mengen dem täglichen Futter zugesetzt, wirken unsere feinen Kräutermischungen aromatisierend und können so die Futteraufnahme positiv beeinflussen. Auch die Verdauung und allgemeine Vitalität des Tieres wird durch die rein natürlichen Inhaltsstoffe positiv beeinflusst. Das Resultat sind ein gesundes, glänzendes Fell und ein rundum zufriedenes Tier.

Biologischer Pflanzenschutz – Teil II

Zur Stärkung der Pflanzen und um einen Neubefall von Läusen zu verhindern, die Pflanzen jeden 3. Tag, später 1x pro Woche mit einem Schachtelhalm-Auszug  besprühen. Am 5. Tag werden die Pflanzen mit klarem Wasser (besonders Zierpflanzen) besprüht und so von den unschönen Spuren der toten Läuse befreit.

So funktioniert‘:

Mit 3 EL getrocknetem Schachtelhalm und 1lt Wasser wir ein Sud hergestellt, der 5 Minuten kocht und dann 15 Minuten stehen gelassen wird. Für grössere Mengen beträgt das Verhältnis 300g Schachtelhalm : 20 lt Wasser. Abends werden die befallenen Pflanzen mit dem Schachtelhalm-Auszug von oben bis unten gründlich abgeduscht. Schachtelhalm besitzt ausgesprochen viel Silizium und stärkt das Immunsystem der Pflanzen gegen Parasitenbefall und Krankheiten.

Biologischer Pflanzenschutz – Teil I

Heilpflanzen wirken nicht nur bei Mensch und Tier, sie können auch erfolgreich in der Bekämpfung von unerwünschten Besuchern und Krankheiten an Zier- und Gartenpflanzen eingesetzt werden.

Unsere ersten Freunde und Helfer aus der Natur gegen Blattlaus-Legionen sind das Quassiaholz (auch Fliegen- oder Bitterholz) und der Schachtelhalm (auch Katzenschwanz). Läuse gehört in keiner Weise zu den Lieblingstieren der Gärtner und sind nebst Raupen und Schnecken die meist bekämpften Schädlinge an Nutzpflanzen. Läuse lieben es süss, daher kommt ihnen die Bitterdroge Quassia gar nicht gelegen.

So funktioniert‘s:

250g Fliegenholz mit 2lt Wasser über Nacht einweichen lassen. Am darauffolgenden Tag das Ganze tüchtig aufkochen und durch ein Tuch abfiltern. Mit 18lt Wasser in einem grossen Gebinde mischen. (Bei kleinerem Bedarf 25g Fliegenholz, 1lt Wasser und 1 El Schmierseife verwenden.) Der lauwarmen Flüssigkeit 300g Schmierseife hinzufügen und umrühren bis sich die Seife aufgelöst hat. Diese Brühe wird nicht schlecht und kann von Frühling bis Herbst immer wieder bei Bedarf mittels Rückenspritze oder Handzerstäuber über den zu schützenden Pflanzen versprüht werden.

Kräuterkissen selber machen.

Ein Dinkel- oder Kirschkernkissen hat heutzutage fast jeder zu Hause. Doch auch Heilpflanzen sind wunderbar als Füllung für Kräuterkissen geeignet. Die körpereigene Wärme sorgt bei Verwendung der Kräuterkissen dafür, dass die Düfte während der Ruhezeit eingeatmet werden und ihre Wirkung tun. Düfte von Heilkräutern haben einen direkten Einfluss auf Körper und Geist, wie die Aromatherapie zeigt. Sie beruhigen, entspannen, harmonisieren, machen wach oder lindern Kopfschmerzen. In einem Kräuterkissen lassen sich all diese Wirkungen gezielt kombinieren und konzentrieren – je nachdem, welche Kräuter man verwendet. Kräuterkissen selber machen – das ist nicht nur einfach, sondern auch ein Hochgenuss. Für ein Kissen der Größe 30 x 30cm sollte man ca. 500 – 600g getrocknete Kräuter verwenden. Als Hüllen eignen sich Baumwoll- oder Seidenbezüge.

Fokusausstellung im Tropenhaus Wolhusen

Unter dem Titel „Pflanzenkraft, die Hilfe schafft“ bietet die neue Fokusausstellung des Tropenhaus Wolhusen eine Entdeckungsreise für alle Sinne. Lernen Sie die bekannten, vor allem aber die ungeahnten Wirkungen 15 tropischer Nutzpflanzen wie Teebaum, Galgant, Kardamom oder Zimt kennen. Die Unternehmen Dixa und Farfalla unterstützen das Projekt als Ausstellungspartner.

Arzneipflanze 2014

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata)wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gewählt. Dies teilt der „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg mit.

Den ganzen Bericht dazu finden Sie hier.

NATÜRLICH FÄRBEN MIT HÖLZERN UND KRÄUTERN.

Verschiedene Hölzer und Kräuter werden schon seit Jahrhunderten zum Färben von Leder und Stoffen verwendet, in jüngerer Zeit hat sich auch die Tradition des Eierfärbens entwickelt. Nebst einheimischen Kräutern und Schalen wie Malvenblüten (färbt gräulich), Nussschalen (braun), Zwiebelschalen (braun) oder Brennesseln (grünlich) gibt es bei DIXA auch exotischere Hölzer und Samen, die fröhliche Farben ins Osternest bringen.

Nebst Gelb-, Rot- und Blauholz sind dies zum Beispiel Annatto Samen, die rötlich-gelben Samen des Orleanstrauches (Orleanae semen). Die Pflanze kommt in der Karibik und im tropischen Südamerika vor. Ihre Samen sind klein, rot und dreieckig und weisen einen erdig-bitteren Geschmack auf. Der natürliche Farbstoff Annatto gehört zu den Carotinoiden und färbt gelb. Als Lebensmittelfarbe ist Annatto unter der Bezeichnung  E160b bekannt.

COCHENILLE – AUS SCHÄDLING WIRD NÜTZLING.

Unter den färbenden Hölzern und Kräutern für Ostereier ist Cochenille eine spannende Ausnahme.

Die Cochenillelaus ist eine Insektenart, die ursprünglich in Zentral- und Südamerika als Schädling auf Kakteengewächsen vorkommt. Das aus den Cochenilleläusen gewonnene Karmin dient als Kosmetik-Farbstoff und als ein natürlicher Lebensmittelfarbstoff sowie für Malerfarben. Als Lebensmittelzusatzstoff wird es manchmal mit dem Kürzel E120 bezeichnet. Aus den weiblichen Tieren wird Karminsäure gewonnen, welche die Grundlage für die Herstellung des Farbstoffs Karmin darstellt. Für 1 kg Farbstoff sind über 100.000 Schildläuse nötig.

Die Cochenille Laus wurde nach der Unterwerfung der Azteken in Mexiko ab dem Jahre 1532 nach Spanien exportiert und ab 1824 auch auf den Kanarischen Inseln angesiedelt. Nach Gold und Silber wurde Cochenille für Spanien das wichtigste Handelsprodukt. Die Kanarischen Inseln Lanzarote und Fuerteventura sowie Peru sind heute die wichtigsten Lieferanten von natürlichem Cochenille.

Anwendung: Zum Färben von Ostereiern gibt man ca. 2-3 Teelöffel in einen Topf mit Wasser und kocht dieses auf. Die Eier werden zum Färben und hart kochen ca. 6-10 Min. in das kochende Wasser gelegt und anschliessend kalt abgeschreckt. Je nach Dauer und Konzentration des Sudes werden die Eier pink bis dunkel-violett gefärbt.

GROSSE KAPUZINERKRESSE (TROPAEOLUM MAJUS).

Wegen ihrer positiven Eigenschaften ist die Grosse Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) von Wissenschaftlern der Universität Würzburg zur Arzneipflanze 2013 gewählt worden.

Mehr Infos zur Kapuzinerkresse