Kategorien-Archiv: Gewürze

Paradieskörner – AFRAMOMI MELEGUETAE SEMEN

Paradieskörner, auch Guineapfeffer oder Meleguetapfeffer genannt, sind die getrockneten Samen einer schilfähnlichen Staude aus der Familie der Ingwergewächse. Sie stammen von der feuchten Tropenküste Westafrikas.

Im Mittelalter gelangten Paradieskörner über Karawanenrouten nach Nordafrika und von dort nach Europa, wo sie als Pfefferersatz wegen ihres geringeren Preises sehr beliebt waren. Im Zuge der portugiesischen Entdeckungsfahrten des 15. Jahrhunderts wurden sie zunächst in steigendem Umfang über den Seeweg gehandelt, verloren aber langfristig an Bedeutung, nachdem die portugiesischen Expeditionen Indien erreicht hatten und damit die Möglichkeit zum billigeren Import von echtem Pfeffer eröffneten.

Paradieskörner erinnern im Geschmack leicht an Kardamom und haben eine pfeffrige und doch fruchtige Note. Auf der Zunge erinnern die Körner auch an Ingwer – scharf und frisch. Ihr Aroma entfalten sie in Schmorgerichten, etwa mit Lamm, Tomaten und Hülsenfrüchten. Das Gewürz passt aber auch in alles, was mit Curry und Kreuzkümmel gewürzt ist. Und es verwundert kaum, dass Paradieskörner ganz vorzüglich mit dem Paradiesapfel, der Tomate, harmonieren.

ANIS (PIMPINELLA ANISUM )

Dieser muntere, kleine, aromatische Samen ist eines der Zaubermittel unserer europäischen Weihnachtsgebäcke. Wer kennt nicht die Basler Chräbeli, den Anisthaler oder in den Grotti bei einem Urlaub im Tessin die traditionellen „Ciambelle al Anice“, grosse, knusprige Knabber-Ringe, welche die Tessiner zum „Vino nostrano“ reichen.

Die Verbreitung dieses herrlichen Gewürzes ist den Römern in die Schuhe zu schieben, hatten sie doch in ihrem Durst nach Expansion Kontakte im ganzen Mittelmeerraum und dem mittleren Osten. Dort gedieh, in der Sonne Aegyptens, den griechischen Inseln bis hin nach Persien, das mit dem Fenchel, Kümmel und Kreuzkümmel verwandte Kräutlein. Von Lazien aus verbreitete sich im Mittelalter der Anis schnell in ganz Europa. Mit den ersten Siedlern, so Mitte des 16. Jahrhunderts gelang ihm dann auch noch die Überfahrt in die neue Welt.

Dioskurides, Plinius und sogar Pythagoras priesen den Anis in allen Tönen, da er viel zu einer guten Verdauung beiträgt, was diese Herren und Schlemmer sehr zu schätzen wussten. Im alten Rom wurden nach dem Essen Aniskuchen gereicht. In indischen und arabischen Restaurants liegt bei der Kasse ein Schälchen fein gesüsster Anissamen, deren man sich für einen erfrischenden Atem bedienen kann.

CIAMBELLE AL ANICE   /   TESSINER ANISRINGE

125g Butter weich
250g Zucker (oder auch Rohrohrzucker)
3 Eier ganz

10 Min schaumig schlagen,

1 Säckli Backpulver
1/2 TL Vanillepulver pur
1 Handvoll ganze Anissamen
1 kleines Gläschen Grappa
500 g Weissmehl (oder Dinkelmehl oder Grano duro)

beifügen und rasch mischen, eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Anschliessend fingerdicke Ringe formen und auf dem Blech verteilen (nicht zu nahe zusammenlegen, da sie aufgehen).

Bei 180 Grad ca. 8-10 Min. backen.

Piment / Nelkenpfeffer

Piment, das edle Gewürz, das uns Kolumbus aus der neuen Welt als Geschenk mitgebracht hat, kennen nicht viele. Zuerst glaubten die Männer, sie hätten Pfeffer in den Leinensäcken, daher stammt der spanische Name „pimiento“, aber dem war dann gar nicht so. Der damals hoch geschätzte Piment-, Nelken- oder Jamaikapfeffer hielt einen glanzvollen Einzug in die europäische Küche.

Der Pimentbaum ist ca 10 m hoch, hat einen schlanken Stamm mit immergrünen  Blättern und kann nur in gewissen tropischen Regionen der Erde angepflanzt werden ( Jamaica, Westindische Inseln). Seine Früchte werden im grünen Zustand gepflückt, da die reifen das Aroma fast vollständig verloren haben. Im Verkauf erhältlich ist er als dunkelbraunes, erbsengrosses nach Pfeffer und Nelke riechendes Gewürz, das aber jedoch keine Schärfe besitzt. Der Volksmund nannte ihn: Allerleigewürz (englisch allspice), Neugewürz, oder einfach nur Gewürz.

Die wärmende Wirkung des Piment auf die Verdauungsorgane und sein exquisites Aroma wird von Liebhabern sehr geschätzt. Wie auch Nelke und Muskatnuss, enthält auch der Piment eine Eugenol ähnliche Substanz, die nur sparsam verwendet werden sollte.

GEWÜRZ-MANDELMILCH (Vegan)

3 dl Mandelmilch

1/2 dl Wasser

3 Piment Körner,  grob gemahlen im Mörser

1 Msp. Kardamom Pulver

1  Msp. Zimt Pulver

 

Mandelmilch und Wasser zusammen mit den Gewürzen in einer Pfanne zum Sieden bringen.  Vom Feuer nehmen und 3 min. zugedeckt stehen lassen. Nach Belieben süssen mit Rohzucker.

Erwärmt Leib und Seele! :-)

Der Duft der weiten Welt – Radiobeitrag auf SRF 2

In der Antike waren sie wertvoller als Gold. Abenteurer wie Marco Polo und Christoph Kolumbus suchten nach ihnen auf ihren Entdeckungsreisen. Gewürze haben sich bis heute den Duft unbekannter Welten bewahrt und viele der Gewürze, die auch bei Dixa zu beziehen sind, werden in Hamburg umgeschlagen. Hören Sie dazu einen interessant Beitrag auf SRF 2.

SCHWARZER PFEFFER – BELIEBTER SCHARFMACHER.

Schwarzer Pfeffer ist eines der bekanntesten und begehrtesten Gewürze weltweit. Frisch gemahlen schmeckt er am Besten. Über die Qualität wird nicht so oft nachgedacht. „Das liegt daran, dass nicht bekannt ist, was gute Qualität auszeichnet“ sagt unser Leiter Einkauf im al dente – Gewürztest der Zeitschrift Schweizer Familie.

Zum Pfeffervergleich

 

ALLE JAHRE WIEDER: DIXA WEIHNACHTSGEWÜRZE.

Glühwein, Lebkuchen, Vanillekipfel und Zimtsterne – die Gerüche der Weihnachtszeit kitzeln die Nase bereits beim Lesen. Die heute verwendeten Weihnachtsgewürze sind seit hunderten von Jahren in der Adventszeit im Einsatz. Wir haben Ihnen eine Auswahl der wichtigsten zusammengestellt. mehr