Monatsarchiv: Juli 2013

ES GRÜNT SO GRÜN, WENN DIE LINDENBLÜTEN BLÜH’N.

Linden können bis zu vierzig Meter hoch und sehr alt werden, oft viele hundert Jahre. Die Linde ist ursprünglich in Europa heimisch, wild aber selten anzutreffen. Man sieht sie vor allem dort, wo sie von Menschen angepflanzt wurde. Es gibt verschiedene Arten von Linden, bei uns in Europa die Sommer- und die Winterlinde.

Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) blüht von Juni bis August. Die Winterlinde (Tilia cordata) mit den ähnlichen Eigenschaften blüht einige Wochen später. Lindenblüten sind sehr licht- und luftempfindlich und sollten deshalb in gut schliessenden, dunklen Gefässen aufbewahrt werden.

Als Heilmittel war die Lindenblüte schon im Mittelalter bekannt und wird auch heute noch mit gutem Erfolg verwendet. Sie zählt zu den bekanntesten Hausmitteln. Ihre Wirksamkeit wird durch die Erfahrung in der Hausmedizin belegt, andere Wirksamkeitsstudien für die Lindenblüte selbst fehlen.

Die Lindenblüte kommt aber nicht erst bei Krankheit zum Zuge. An heissen Sommertagen ist der kalte Tee, in Kombination mit süssenden Fruchtsäften durstlöschend und erfrischend.

Eistee-Rezepte mit Lindenblüten

Variante I:
40 g  Zitronengras
2 l  Wasser
15 g  getrocknete Lindenblüten
80 g  Zucker

Zitronengras mit Wasser aufkochen. Blüten und Zucker dazugeben. Pfanne vom Herd ziehen, absieben und vor dem Servieren kühl stellen.

Variante II:
1 Handvoll Lindenblüten
1 l Wasser
1/2 Zitrone (Saft)
5 dl Apfelsaft

Lindenblüten mit dem kochenden Wasser überbrühen und mindestens 5 Min. ziehen lassen, absieben, den Apfel- und Zitronensaft hinzugeben und vor dem Servieren kühl stellen.

Variante III:
1 Handvoll Lindenblüten
1 l Wasser
1 Galia-Melone (ca. 700g), halbiert, entkernt, in Stücken
wenig Zitronensaft

Lindenblüten mit kochendem Wasser überbrühen, 5-10 Minuten ziehen lassen, absieben, Tee auskühlen. Melone mit Tee und Zitronensaft pürieren, durch ein Sieb streichen, vor dem Servieren kühl stellen.